Calcium · Vitamin D3 · Multivitamine

Vitamine — kein Luxus, eine Notwendigkeit.

Im Terrarium können Reptilien nicht wie in der Natur selbst entscheiden, was sie fressen und wie lange sie sich der Sonne aussetzen. Diese Lücke müssen wir als Halter gezielt schließen — mit den richtigen Supplementen, in der richtigen Dosierung.

80%

aller Erkrankungen

entstehen durch falsche Haltung und Ernährung — oft durch Vitaminmangel

Nr.1

Mangelkrankheit

Metabolic Bone Disease (MBD) durch Calcium-/D3-Mangel

2:1

Calcium zu Phosphor

Das ideale Verhältnis in der Ernährung Ihres Reptils

24h

Gutloading-Zeit

So lange vor der Fütterung die Insekten mit Nährstoffen anreichern

Das Wichtigste zuerst

Warum Reptilien Vitamine brauchen.

In freier Wildbahn erhalten Reptilien ihre Nährstoffe auf natürliche Weise — durch vielfältige Beutetiere, Sonnenexposition und teilweise sogar durch mineralstoffhaltige Bodenbestandteile. Im Terrarium ist diese Vielfalt nicht gegeben.

Besonders kritisch sind Calcium und Vitamin D3. Ohne ausreichend Vitamin D3 kann Calcium nicht aus der Nahrung aufgenommen werden — selbst wenn es in ausreichender Menge vorhanden ist. In der Natur produzieren Reptilien Vitamin D3 durch UVB-Strahlung der Sonne. Im Terrarium brauchen sie entweder eine geeignete UVB-Lampe oder eine Supplementierung.

„Ohne die richtige Vitaminversorgung nützt das beste Futter wenig — der Körper kann die Nährstoffe schlicht nicht verwerten."

Wichtig: Sowohl Unterversorgung als auch Überdosierung können Ihrem Tier schaden. Besonders fettlösliche Vitamine wie D3 und A reichern sich im Körper an und können bei Überdosierung toxisch wirken. Weniger ist oft mehr.

Die häufigste Folge von Vitaminmangel

Metabolic Bone Disease (MBD)

Die gefürchtetste Mangelkrankheit in der Terraristik. Entsteht durch unzureichende Calcium- und/oder D3-Versorgung. Die Knochen verlieren ihre Stabilität und erweichen — mit teils irreversiblen Folgen.

  • Knochendeformationen (Unterkiefer, Oberschenkel, Rückgrat)
  • Zittern und Muskelkrämpfe
  • Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen
  • Weicher, verformter Panzer (Schildkröten)
  • Im schlimmsten Fall: tödlicher Ausgang

Wichtiger Hinweis

Bei ersten Anzeichen eines Mangels sofort einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen. Wir arbeiten mit spezialisierten Reptilien-Tierärzten in der Region zusammen.

Die drei Säulen

Was Ihr Tier wirklich braucht.

01 — Mineral

Calcium

Knochen · Muskeln · Nerven

Calcium ist das wichtigste Mineral für Reptilien. Es wird für den Knochenaufbau, die Muskelkontraktion und die Nervenfunktion benötigt. Besonders hoch ist der Bedarf bei Jungtieren, trächtigen Weibchen und Schildkröten.

Zwei Varianten

Calcium ohne D3 — bei vorhandener UVB-Beleuchtung, kann häufiger gegeben werden.
Calcium mit D3 — für Tiere ohne ausreichende UVB-Versorgung, seltener dosieren.

  • Calciumpulver zum Bestäuben
  • Sepiaschale zur freien Aufnahme
  • Calciumschälchen im Terrarium
  • Flüssig ins Trinkwasser

02 — Vitamin

Vitamin D3

Cholecalciferol · Schlüssel zur Calcium-Aufnahme

Ohne Vitamin D3 kann Calcium nicht aus dem Darm aufgenommen werden — selbst bei ausreichender Zufuhr. In der Natur produzieren Reptilien D3 durch UVB-Strahlung selbst. Im Terrarium ist eine geeignete UVB-Lampe oder Supplementierung unerlässlich.

Achtung: Überdosierung möglich

D3 ist fettlöslich und reichert sich im Körper an. Zu viel D3 schädigt Leber und Nieren. Dosierung: max. alle 7–14 Tage — nie täglich.

  • UVB-Lampe (natürliche D3-Produktion)
  • Calcium + D3 Pulver zum Bestäuben
  • Kombinationspräparate (z.B. Repashy)

03 — Komplex

Multivitamine

Vitamin A · B · C · E · Spurenelemente

Neben Calcium und D3 brauchen Reptilien eine Vielzahl weiterer Vitamine und Spurenelemente. Multivitaminpräparate schließen diese Lücken — aber mit Maß: 1–2 Mal pro Woche ist meist ausreichend.

Enthält unter anderem

Vitamin A (Haut, Sehkraft, Immunsystem) · B-Vitamine (Stoffwechsel) · Vitamin C (Immunsystem) · Vitamin E (Fortpflanzung) · Zink, Selen, Eisen

  • Pulver zum Bestäuben der Insekten
  • 1–2× pro Woche für Adulte
  • Häufiger für Jungtiere im Wachstum
  • Sparsam dosieren — Überdosierung möglich

Dosierungsempfehlung

Wie oft — je nach Tier und Alter.

  • Calcium ohne D3
  • Calcium mit D3
  • Multivitamine

Jungtiere

Alle Arten · Wachstumsphase

Calcium ohne D3

Täglich (5–6× / Woche)

Calcium mit D

1–2× pro Woche

Multivitamine

1–2× pro Woche

Höherer Bedarf durch Wachstum — konsequent und regelmäßig supplementieren. Gilt für Echsen, Schlangen, Schildkröten, Frösche und Wirbellose gleichermassen.

Trächtige Weibchen

Alle Arten · Vor der Eiablage

Calcium ohne D3

4–5× / Woche

Calcium mit D

1–2× pro Woche

Multivitamine

1× pro Woche

Deutlich erhöhter Calciumbedarf für die Eibildung — bei allen eierlegenden Arten.

Adulte Insektenfresser

Echsen, Geckos, Chamäleons u.a.

Calcium ohne D3

2-4× / Woche

Calcium mit D

Alle 7–14 Tage

Multivitamine

Alle 1–2 Wochen

Bei guter UVB-Versorgung D3-Gabe reduzieren. Insekten immer bestäuben.

Adulte Pflanzenfresser

Schildkröten, Leguane u.a.

Calcium ohne D3

2-3× / Woche

Calcium mit D

Alle 10–14 Tage

Multivitamine

Alle 2 Wochen

Sepiaschale dauerhaft anbieten — das Tier nimmt bei Bedarf selbst auf.

Adulte Fleischfresser

Schlangen, Warane u.a.

Calcium ohne D3

Nach Bedarf

Calcium mit D

Alle 14 Tage

Multivitamine

Alle 2–4 Wochen

Ganzbeute (Mäuse, Ratten) liefert bereits viele Nährstoffe — nicht überdosieren.

Adulte Omnivore

Allesfresser · Bartagamen, Blauringskinks u.a.

Calcium ohne D3

2–4× / Woche

Calcium mit D

Alle 7–14 Tage

Multivitamine

Alle 7–14 Tage

Kombination aus Insekten bestäuben und Grünfutter bestreuen — je nach Mahlzeit anpassen.

Freilandtiere im Sommer

Alle Arten im Außengehege · natürliche Sonnenstrahlung

Calcium ohne D3

2–3× / Woche

Calcium mit D

Nicht nötig

Multivitamine

Alle 2 Wochen

Natürliche D3-Produktion durch Sonnenlicht — kein D3-Supplement nötig. Im Herbst beim Einzug ins Terrarium auf die D3-Variante wechseln.

Richtige Anwendung

So kommen die Vitamine ans Tier.

01

Bestäuben der Futterinsekten

Die gängigste und effektivste Methode. Futterinsekten in eine saubere Box oder Tüte geben, Vitaminpulver hinzufügen und leicht schütteln. Die Insekten sollten leicht gepudert aussehen — nicht paniert.

Wichtig:

Sofort nach dem Bestäuben verfüttern — Insekten streifen das Pulver schnell wieder ab.

02

Gutloading — Insekten anreichern

Futterinsekten 24–48 Stunden vor der Verfütterung mit nährstoffreichem Futter versorgen (Karotten, Grünkohl, spezielles Insektenfutter). So nehmen die Insekten Vitamine auf, die dann dem Reptil zugutekommen.

Tipp:

Gutloading ergänzt das Bestäuben — es ersetzt es nicht. Beide Methoden kombinieren für optimale Nährstoffversorgung.

03

Sepiaschale & freie Aufnahme

Eine Calciumschale oder Sepiaschale im Terrarium ermöglicht dem Tier, bei Bedarf selbstständig Calcium aufzunehmen. Besonders geeignet für Schildkröten und Leopardgeckos. Calcium ohne D3 kann dauerhaft angeboten werden.

Vorteil:

Das Tier reguliert selbst wie viel es benötigt — kein Risiko der Überdosierung bei reinem Calcium.

Unsere Präparate

Bewährte Marken — führend in der Terraristik.

Wir führen ausschließlich Produkte von Herstellern, die speziell für Reptilien und Amphibien entwickelt wurden — keine Allgemein-Präparate aus dem Drogeriemarkt.

Repashy

Calcium Plus, SuperVite, Vitamin A Plus — speziell für Reptilien und Amphibien. Mikrofein, hohe Bioverfügbarkeit.

Exo Terra

Calcium + D3, Multi Vitamin — bewährte Kombinationspräparate für alle gängigen Terrarienarten.

Zoo Med

Repti Calcium, ReptiVite — breites Sortiment für Insektenfresser, Pflanzenfresser und Omnivore.

Lucky Reptile

Herp Derm, Vitamin Boost — speziell für empfindliche Arten und gezielten Einsatz.

Nicht sicher welche Präparate Ihr Tier braucht?

Kommen Sie einfach vorbei — wir beraten Sie direkt im Laden, ohne Termin. Bringen Sie ruhig ein Foto Ihres Tieres und des Terrariums mit. Je mehr wir wissen, desto besser können wir helfen.